Es liegt auch an der Zubereitung in der Küche, ob der Körper mit sekundären Pflanzenstoffen etwas anfangen kann oder nicht:
· Die Bioverfügbarkeit und Konzentration von Karotinoiden lässt sich durch Verarbeitung, Kochen und Fettzugabe steigern. Tomatenketchup hat beispielsweise deutlich mehr Lycopin als frische Tomaten und Salat aus gekochten Karotten mehr Beta-Karotin als Rohkost. Karotinoide werden im Körper in Vitamin A umgewandelt, das für den Sehvorgang wichtig ist. Außerdem ist Beta-Karotin ein guter Radikalfänger.
· Mit Phytosterinen angereicherte Produkte, etwa Margarine, senken den Cholesterinspiegel. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse tut dies ebenfalls. Einen Schutz vor Herz-Kreislauf-Krankheiten gewährleistet allerdings nur eine gesunde Ernährung.
· Polyphenole können krebserregende Stoffe neutralisieren, die bei der Fleischzubereitung entstehen. Deshalb ist es zu empfehlen, gegrilltes Steak mit Tomatenketchup zu essen.
· Knoblauch ist gesund: Sechs Zehen am Tag können vor Magenkrebs schützen und den Cholesterinspiegel sowie den Blutdruck senken. Aber Knoblauchkapseln aus der Apotheke bewirken dies nicht.
· Vorsicht bei Lakritze! 100 Gramm der Süßigkeit enthalten bereits das Vierfache der empfohlenen Tageshöchstdosis an Saponinen, die den Blutdruck erhöhen können.
· Pflanzenstoffe im Rotwein können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Die dafür notwendige Menge ist jedoch so groß, dass der Alkohol die Leber schädigen würde. Mittlerweile sind Rotwein-Pillen auf dem Markt. Ihre Wirksamkeit ist jedoch nicht wis-senschaftlich gesichert.





