Doch natürlich kommt es auch darauf an, wer es ist, der Hilfe braucht. Die USA stellten im Jahr 2005 kurzfristig 110 Milliarden US- Dollar für die Katastrophenhilfe nach Hurrikane Katrina zur Verfügung. Die Bundesstaaten New York und New Jersey haben für die durch Hurrikan Sandy verursachten Schäden ein Budget von über 70 Milliarden US Dollar angefordert. Selbstverständlich muss den Menschen dort geholfen werden. Aber es zeigt, dass nur dort wo ein Wille ist, auch ein Weg ist.
Auch klar ist: Das meiste Geld, was bisher zur Verfügung gestellt wurde, ist nicht wirklich „neu“. Es wurde zum Teil schon im Rahmen anderer Projekte zugesagt. Manchmal wird auch nur ein Kredit gewährt. Und oftmals sind die Geldzusagen an Bedingungen gekoppelt. So bietet Kanada Unterstützung für den Bau von Solarthermiekraftwerken. Bedingung ist, dass ein Großteil der benötigen Materialien bei kanadischen Firmen eingekauft werden. So wird Klimafinanzierung zur Wirtschaftsförderung.
Um in Sachen Finanzierung weiterzukommen, haben die G77 – ein Großteil der Entwicklungsländer – in Doha vorgeschlagen, dass die Industriestaaten in der Zeit von 2013 bis 2015 Gelder in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar zusagen. Dies ist immer noch zu wenig, um einen gleichmäßigen Aufwuchspfad von heute bis zu den 100 Mrd. in 2020 zu erreichen. Dennoch glaubt kaum einer hier in den Gängen, dass die Industriestaaten zustimmen werden. Schlimmstenfalls verlassen wir Doha ohne das konkreten Zahlen für die Zukunft der Klimafinanzierung auf dem Tisch liegen.
Foto: Copyright: Sylvia Ratzlaff




