Die allererste Sternengeneration leistete ganze Arbeit: In ein Universum, das nur die Elemente Wasserstoff, Helium und Lithium enthielt, pusteten die ersten Sonnen Unmengen von Sauerstoff, Kohlenstoff und Eisen. Die ersten Riesensterne wandelten die Hälfte ihrer Masse in schwere Elemente um, berichten amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters.
Das Universum habe daher schon 300 Millionen Jahre nach dem Urknall die Saatkörner des Lebens enthalten, schreiben Volker Bromm vom Harvard Smithsonian Center for Astrophysics und seine Kollegen. Die erste Sternengeneration entstand ihren Berechnungen zufolge 200 Millionen Jahre nach dem Urknall. Die Wasserstoffsterne mit einer Masse von 200 Sonnen lebten zwar nur kurz, erbrüteten in ihrem Innern jedoch große Mengen schwererer Elemente, zum großen Teil Eisen.
Als sie nach wenigen Millionen Jahren in gewaltigen Explosionen zugrunde gingen, verbreiteten sich die Elemente des Lebens durch die Supernova-Schockwellen schnell in einem Umkreis von einigen tausend Lichtjahren. Da sich die Vorläufer der heutigen Galaxien so kurz nach dem Urknall noch nicht weit voneinander entfernt hatten, war das Universum in kürzester Zeit von den schweren Elementen durchsetzt, so die Forscher.
Ob die Ideen von Bromm und Kollegen der Wahrheit entsprechen, wird sich in ein paar Jahren zeigen. 2011 soll das James Webb Space Telescope in die Umlaufbahn gebracht werden und unter anderem einen Blick auf die allerersten Supernovae ermöglichen.
Ute Kehse





