Ihr Ergebnis: Das Bild, das die Supernova SN 1997ff vom erst bremsenden und dann beschleunigenden Universum zeichnet, ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent richtig. Dieses Ergebnis gilt aber nur unter der Annahme, dass die mysteriöse “dunkle Energie”, die für die Beschleunigung verantwortlich ist, mit der Energie des Vakuums identisch ist oder auch mit der kosmologischen Konstante, wie Albert Einstein diese Energie ursprünglich genannt hatte.
Möglich sind diese Schlussfolgerungen nur deshalb, weil alle Supernovae vom Typ Ia in etwa gleich hell leuchten. Die Leuchtkraftunterschiede betragen höchstens 12 Prozent. Die Astronomen nennen diese Supernovae deshalb auch “Standardkerzen”. Erscheint solch eine Supernova also dunkler als eine andere, dann weiß man, dass sie weiter entfernt sein muss als die hellere. Aufgrund der bei uns ankommenden Helligkeit kann man die Entfernung berechnen.
Unabhängig davon misst man die so genannte Rotverschiebung des Lichts. Weil das Universum sich ausdehnt, werden die Lichtwellen in die Länge gezogen: Alle Farben werden in Richtung des langwelligen Rots hin verschoben. Aus der Größe dieser Rotverschiebung kann man nun wiederum auf die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums schließen.
Zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild: Die Supernova SN 1997ff explodierte vor 10 Milliarden Jahren zu einer Zeit, als die Geschwindigkeit, mit der das Universum sich ausdehnt, noch abnahm. Vor etwa 7,5 Milliarden Jahren gewann dann die dunkle Energie die Oberhand über die bremsende Gravitation der Materie und seitdem nimmt die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums zu.
Eine Animation zur Ausdehnung des Universums finden Sie hier.





