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Erneut bestätigt: Aluminium in Impfstoffen unproblematisch
Gesundheit & Medizin

Erneut bestätigt: Aluminium in Impfstoffen unproblematisch

Seit vielen Jahrzehnten kommen kleine Mengen an Aluminium als Adjuvans in Impfstoffen zum Einsatz. Doch trotz langjähriger Sicherheitsbilanz stellen Impfkritiker immer wieder angebliche Zusammenhänge zwischen dem Hilfsstoff und zahlreichen gesundheitlichen Problemen wie Autismus, Asthma oder Diabetes her. Eine große…
Autor
Redaktion
11. Mai 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit & Medizin

Aluminiumsalze sind weltweit die wichtigsten Adjuvanzien in Impfstoffen. Winzige Mengen dieser Hilfsstoffe verstärken die Immunantwort gegenüber Totimpfstoffen und sorgen auf diese Weise dafür, dass die Impfungen besser wirken und länger schützen. Zum Einsatz kommen sie unter anderem in Impfstoffen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis, HPV und Meningitis – teilweise seit fast hundert Jahren. Eine Impfdosis enthält heute üblicherweise je nach Impfstoff zwischen 0,125 und 0,82 Milligramm Aluminium – wesentlich weniger, als wir aus anderen Quellen aufnehmen, darunter Trinkwasser, Lebensmittel und aluminiumhaltige Deos. Zum Vergleich: Ein einziges zehn Gramm schweres Stückchen Schokolade kann bereits ein Milligramm Aluminium enthalten.

Überprüfung anhand neuer Evidenz

Dennoch haben diese Impfstoff-Zusätze keinen guten Ruf: „Trotz jahrzehntelanger Überwachung nach der Zulassung tauchen in wissenschaftlichen Kreisen und in der Öffentlichkeit weiterhin Fragen zu möglichen Langzeitwirkungen von Impfstoffen mit Aluminium-Adjuvanzien auf“, schreibt ein Team um Pamela Doyon-Plourde von der kanadischen Public Health Agency. Unter anderem wiederholt der US-Gesundheitsminister und Impfgegner Robert F. Kennedy Junior regelmäßig unbelegte Behauptungen, die aluminiumhaltige Impfstoffe mit zahlreichen negativen Gesundheitsfolgen wie Autismus, Asthma und Diabetes in Verbindung bringen.

Um diese Behauptungen anhand der neuesten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz zu überprüfen, haben Doyon-Plourde und ihr Team eine umfangreiche Metastudie erstellt, für die sie 59 Studien auswerteten, die bis Ende 2025 veröffentlicht wurden. Dazu zählten neben zahlreichen kleineren Fallserien elf randomisierte kontrollierte Studien sowie neun Kohortenstudien, darunter eine 2025 veröffentlichte dänische Studie mit mehr als 1,2 Millionen Kindern.

Keine Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen

Das Ergebnis stützt den bisherigen Wissensstand: „Hochwertige Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien und großen Kohorten zeigte durchweg keinen Zusammenhang zwischen aluminiumhaltigen Impfstoffen und schwerwiegenden oder langfristigen gesundheitlichen Folgen wie Asthma, Autismus-Spektrum-Störungen oder anderen chronischen Erkrankungen“, berichten die Forschenden. Auch für ADHS und Diabetes fand das Team keine Hinweise auf einen Zusammenhang zu aluminiumhaltigen Impfungen. Für Impfreaktionen wie Kopf- und Muskelschmerzen zeigten randomisierte kontrollierte Studien, dass diese nach aluminiumhaltigen Impfungen nicht häufiger vorkamen als nach Impfungen ohne Aluminium.

Einen möglichen Zusammenhang stellten die Forschenden dagegen für kleine Verhärtungen an der Einstichstelle fest. Diese wurden allerdings überwiegend in Fallserien beschrieben, die nur wenige Probanden umfassten, sodass nach Einschätzung des Teams ein hohes Risiko für Verzerrungen besteht. Beobachtet wurden solche Verhärtungen in seltenen Fällen nach der Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Impfung und nach der Hepatitis-B-Impfung. Auch wenn sie den Berichten zufolge teils mehrere Monate bestehen blieben, verschwanden sie in der Regel von selbst wieder.

„Die derzeitigen Erkenntnisse stützen keinen kausalen Zusammenhang zwischen aluminiumhaltigen Impfstoffen und schwerwiegenden oder langfristigen gesundheitlichen Folgen“, folgern Doyon-Plourde und ihr Team. „Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit der breiteren Evidenzbasis zur Sicherheit nach der Zulassung, die die fortgesetzte Verwendung von aluminiumhaltigen Impfstoffen in Impfprogrammen unterstützt.“

Quelle: Pamela Doyon-Plourde (Public Health Agency of Canada, Ottawa) et al., BMJ, doi: 10.1136/bmj-2025-088921

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