Die ältesten Tier-Embryos der Erdgeschichte wurden jetzt mit der so genannten Mikro-Computertomographie untersucht. Dabei kamen die inneren Strukturen der winzigen versteinerten Zellen ans Licht. James Hagadorn vom Amherst College in Massachusetts und Shuhai Xiao von der Tulane University in New Orleans untersuchten Embryos aus der Doushantou-Formation in Südchina, die ungefähr 570 Millionen Jahre alt ist. Bislang wurden die Embryos, die bis zu 40 Millionen Jahre vor der größten Explosion des Lebens am Anfang des Kambriums entstanden sind, nur mit Elektronenmikroskopen untersucht. Dabei lässt sich das Innere der Zellen bloß analysieren, wenn die Versteinerungen zuvor zerstört werden. Mit der Computertomographie konnten die Forscher nun Einzelheiten im Zellinnern dreidimensional abbilden, wobei die wertvollen Fossilien erhalten blieben. Um die Embryos welcher Tiere es sich bei den 70 bis 500 Mikrometer großen Gebilden handelt, ist allerdings noch unklar.
Hans Groth





