Die Infektion mit dem Erreger von Magengeschwüren, Helicobacter pylori, erfolgt meist in den ersten Lebensjahren. Die Kinder stecken sich bei ihren Eltern an, meist bei der Mutter. Das zeigt eine Studie von Dietrich Rothenbacher und seinen Mitarbeitern an der Universität Ulm. Dabei wurden 1221 Kinder aus Ulm (vier Fünftel aller Schulanfänger) sowie ihre Begleitperson bei der Einschulung mit Hilfe eines Atemtests untersucht. Resultat: Etwa jedes zehnte Kind und jeder dritte Erwachsene ist infiziert. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen der Infektion von Kind und Begleitperson: 26,1 Prozent der Kinder von infizierten Müttern und Vätern tragen den Erreger in sich – gegenüber 2,3 Prozent der Kinder von nicht infizierten Eltern.
Der Übertragungsweg könnte dem des Karies-Erregers Streptococcus mutans ähneln. Dieser gelangt überwiegend durch den Speichel der Mutter ins Kind, etwa über den gemeinsamen Gebrauch des Löffels oder das Ablecken des Schnullers.
Rüdiger Vaas





