Kokain ist eine Modedroge. Erst vor kurzen gerieten Fernsehmoderatoren, Maler, Radfahrer und Fußballtrainer in die Fänge der Drogenfahnder. Dabei dürfte es sich bei diesen Prominenten lediglich um die Spitze eines Eisbergs handeln. Doch „ koksen” ist nicht nur schick – es macht auch rasch abhängig und ist darüber hinaus extrem gefährlich für das Herz. Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt/Main sind in den USA bereits ein Viertel der Herzinfarkte bei Patienten zwischen 18 und 45 Jahren auf Kokain zurückzuführen. Der Vorsitzende der Stiftung, Prof. Hans-Jürgen Becker, befürchtet, dass auch hierzulande
eine ähnlich hohe Quote erreicht ist. Kokain steigert die Pulsfrequenz und den Blutdruck. Zugleich aktiviert es die Blutgerinnung und lässt die Herzkranzgefäße verkrampfen. In „ glimpflichen” Fällen resultiert daraus ein Angina-Pectoris-Anfall, der höllische Schmerzen auslöst, weil dem Herzmuskel langsam Blut und Sauerstoff ausgehen. Etwa 30 Prozent aller Kokain-Nutzer haben einen solchen Anfall bereits hinter sich, schätzen Drogenexperten. Sechs Prozent trifft es noch härter: Sie erleiden einen Herzinfarkt. Fatal ist, dass schon die erste Kokain-Dosis diese lebensbedrohliche Attacke heraufbeschwören kann.





