Das erste Kapitel definiert die Zeitgeschichte. Probleme wie das der Periodisierung,werden aufgeworfen und beantwortet, grundsätzliche theoretische und methodische Probleme der Geschichtswissenschaft angerissen, wobei der enge Bezug auf die Zeitgeschichte nie aus den Augen gelassen wird.
Zwar appelliert die Autorin daran, im Zeitalter der Globalisierung auch die Ausrichtung der Zeitgeschichte globaler zu gestalten, dennoch ist das zweite Kapitel dann fast ausschließlich auf Deutschland bezogen – eine wenig überzeugende Lösung. Metzler entscheidet sich bewußt für eine thematische und gegen eine chronologische Aufteilung. Der Vorteil liegt darin, daß Entwicklungen leichter verfolgt und Ereignisse im Zusammenhang gelesen werden können. Nachteil ist allerdings, daß ein schnelles Nachschlagen nur schwer möglich ist und Themen auseinandergerissen werden oder ganz wegfallen, wenn sie nicht zwingend zu einem der Themengebiete gehören: Die in den 60er Jahren aktuelle Frage um die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik wird nur im außenpolitischen Rahmen abgehandelt, der Vietnamkrieg kommt weder im Rahmen der Außenpolitik noch in dem der 68er-Bewegung zur Sprache. Immerhin nennt Metzler immer wieder weiterführende Literatur.
Im dritten Kapitel werden wichtige bibliographische Hilfsmittel für den Zeithistoriker genannt, wobei auch das Internet nicht zu kurz kommt. Hervorzuheben ist vor allem die im vierten Kapitel behandelte Darstellung der Berufsfelder für Zeithistoriker: Der Studienanfänger oder –interessierte bekommt hier früh eine erste Orientierung und gleichzeitig wichtige Tips für eine erfolgreiche Ausrichtung des Studiums auf den angestrebten Beruf an die Hand.
Rezension: Quaas, Ruben




