Arbeiterbewegung und Frauenbewegung, in den 1860er Jahren etwa gleichzeitig entstanden, durchliefen Phasen der Annäherung, des gemeinsamen Kampfes und der Distanzierung. Ausschlaggebend für Nähe und Fremdheit war die Bewertung der herrschenden Geschlechterverhältnisse: War die arbeitende Frau in erster Linie als Billiglohn-Konkurrenz zum männlich gedachten Hauptverdiener zu interpretieren? Sollte die Frauenbewegung als Kampfpartnerin begriffen werden? Oder bedrohte sie die Autorität des Arbeiters in seiner Familie? Und vor allem: Handelte es sich bei der analysierten Unterdrückung des weiblichen Geschlechts um den „Nebenwiderspruch“, der dem „Hauptwiderspruch“ von Kapital und Arbeit unterzuordnen war?
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 02/2013.
Prof. Dr. Sylvia Schraut




