Für viele Amerikaner war Dwight David Eisenhower ein großer Held – und für die meisten Europäer erst recht: Als Oberkommandierender der alliierten Streitkräfte war er der militärisch Verantwortliche für die Befreiung des Kontinents – präziser: seiner westlichen Hälfte – von der Nazi-Tyrannei gewesen. Der über viele Jahre seines Lebens eher unpolitische General wurde vor 60 Jahren förmlich gedrängt, republikanischer Präsi‧dentschaftskandidat zu werden. Die Widerstände in einer weit nach rechts gerückten Partei zu überwinden war beinahe schwieriger, als im Herbst 1952 gegen den demokratischen Kandi‧daten Adlai Stevenson zu gewinnen.
Der New Yorker Madison Square Garden schien aus allen Nähten zu platzen. Mit gut 15 000 Teilnehmern hatten die Veranstalter an diesem kalten Februarabend des Jahres 1952 gerechnet, doch letztlich kamen mehr als 25 000 Menschen, nach anderen Zählungen gar 30 000. Es war wie in einem Tollhaus: Die Teilnehmer brachten sich selbst immer wieder in Verzückung, wenn das Signal gegeben wurde, wieder einmal zu skandieren: „We like Ike! We like Ike!“ Einer der Planer des Abends, der Parteifreunden die Gelegenheit geben sollte, „spontan“ und medienwirksam ihren Hoffnungsträger zu benennen, war der zweimalige republikanische Präsidentschaftskandidat, der Gouverneur von New York, Thomas Dewey, der 1944 gegen den schon schwer kranken Franklin D. Roosevelt und 1948 gegen Harry Truman verloren hatte. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 11/2012.
Dr. Dr. Ronald D. Gerste




