
Neben der Überfischung der Muscheln bedingt auch der Klimawandel ihren Bestandsrückgang. Denn ähnlich wie Korallen leben sie in Symbiose mit Algen: Die Riesenmuscheln bieten den Algen Schutz und profitieren dafür von dem Sauerstoff und den Nährstoffen, die die Algen mittels Fotosynthese produzieren. Wird durch den Klimawandel das Meerwasser wärmer, stoßen die Riesenmuscheln die nahrungsbringenden Algen jedoch ab. Das kann dazu führen, dass die Muscheln verhungern.
Ein potenzielles Aussterben der Muscheln wäre nicht bloß schade um die Schönheit der Meeresgiganten, sondern auch aufgrund ihrer wichtigen Rolle im Ökosystem problematisch: „Zusammen mit Korallenriffen bieten diese Muscheln wichtige Lebensräume für andere Lebewesen, die in den Riffen leben“, erklärt Ruiqi Li von der University of Colorado. „Sie sind auch wichtige Nährstoffproduzenten im flachen Meerwasser, in dem es normalerweise keine Nahrung gibt. Wenn die Riesenmuschel ausstirbt, wird dies erhebliche ökologische Auswirkungen auf die tropischen Ozeane haben.“
Wie aber ließe sich ein Aussterben der Riesenmuschel noch verhindern? Die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde der Vereinigten Staaten (NOAA) hat vorgeschlagen, Tridacna gigas und neun weitere Riesenmuschelarten unter das Artenschutzgesetz zu stellen. Wird der Vorschlag angenommen, stünden die Riesenmuscheln in den Vereinigten Staaten unter gesetzlichem Schutz und wilde Exemplare dürften in Zukunft weder geerntet noch gehandelt werden.





