
Da liegt es nahe, dass einige Gespräche in diesem Band auf den Galapagos-Inseln stattfanden. Hier, aber auch in den Schatzkammern des Museums in Berlin sowie in Sussex, wo Sarah Darwin und Johannes Vogel einen Teil des Jahres verbringen, unterhalten sie sich über den Zustand der Welt und der Natur. Wie unauflöslich unser Schicksal mit der Natur verbunden ist. Und warum „nichts so politisch ist wie die Natur“. Das erläutert Vogel etwa an den Folgen des Verlangens der westlichen Welt nach billigen Rohstoffen und am durch unsere Lebensweise verursachten Klimawandel. Beides zerstört in Teilen Afrikas die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen. Die sich dadurch gezwungen sehen, dorthin zu ziehen, wo sie auf ein besseres Leben hoffen. Zu uns.
Durchgängiges Thema dieser oft aufregenden Interviews ist nichts weniger als die Rettung unseres Planeten. Und der Menschheit. Aber so ganz nebenbei bietet dieses Buch auch spektakuläre Fotos der einzigartigen Sammlung des Berliner Naturkundemuseums. Und man erfährt, was der Tech-Tycoon Elon Musk mit den Blaufußtölpeln auf den Galapagos-Inseln gemein hat. Jürgen Nakott
Sarah Darwin, Johannes Vogel, Boris Herrmann:
Das Parlament der Natur
Was uns Farne, Finken und ihre Verwandten zu sagen haben
Propyläen Verlag, 240 S., € 36,–
ISBN 978-3-549-10089-9





