Ich habe bis jetzt noch keinen Augenblick bereut, daß ich das alte Vaterland verlassen habe, vielmehr reute es mich schon, daß ich nicht schon vor mehreren Jahren den Plan zur Auswanderung gefaßt und ausgeführt habe. Amerika ist freilich kein Schlaraffenland, in dem Jedem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, … aber Jeder, der etwas Gediegenes weiß, und Jeder, der hier arbeiten will, findet eine gute Existenz.“ Diese Zeilen schrieb 1867 der Pfälzer Lehrer Bernhard Ludwig Roos nach seiner Ankunft in Chicago. Kein Wunder, dass solche Briefe aus Amerika großes Interesse im Familien- und Freundeskreis hervorriefen, trugen sich doch viele mit dem Gedanken, ebenfalls auszu-wandern. Manche dieser Briefe lösten deshalb ganze Kettenwanderungen aus, wobei Menschen aus einer Ortschaft sich oft auch gemeinsam ansiedelten – was die Integration nicht gerade förderte.
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 01/2013.
Dr. Heike Talkenberger




