Viren sind dagegen immer auf das Leben anderer angewiesen. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und können sich auch nicht selbst vermehren ? das müssen ihre Wirtszellen für sie erledigen. Wie kleine Raumschiffe transportieren Viren die Erbinformation ihres eigenen Bauplans, verpackt in eine Hülle, von einer Zelle zur nächsten. Nachdem es seinen Bauplan in das Erbgut eier Zelle eingeschleust hat, zwingt sie das Virus zur Produktion von weiteren Viren-Partikeln, die dann erneut auf die Reise gehen. ?Sobald der Bauplan in der DNA der Wirtszelle steckt, ist das Virus Teil eines lebenden Systems?, erklärt Fleckenstein. ?Wenn die Viruspartikel die Wirtszelle verlassen, sind sie nichts weiter als verpackte DNA?.
?Sogar Bakterien können Opfer von Viren sein ? das macht den Unterschied zwischen den beiden Erregern besonders deutlich?, sagt Fleckenstein. Nicht nur tierische und pflanzliche Zellen dienen den winzigen Piraten als Wirte: ?Spezielle Viren, sogenannte Bakteriophagen, nutzen die Lebensvorgänge von Bakterien, um sich zu vermehren.?
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