Schwarze Löcher, die dichtesten Massekonzentrationen, die die Naturgesetze erlauben, könnten in Wirklichkeit „Wurmlöcher” sein: Tunnel durch Raum und Zeit, die weit entlegene Teile des Universums oder sogar andere Universen miteinander verbinden (bild der wissenschaft 1/2006, „Wie die Natur gegen Zeitreisen kämpft”). Zu dieser Schlussfolgerung gelangten Thibault Damour vom Institut des Hautes Scientifiques in Bures-sur-Yvette und Sergey N. Solodukhin von der International University Bremen. Die beiden Theoretischen Physiker haben berechnet, dass Wurmlöcher mit bestimmten Eigenschaften ihre Umgebung ähnlich beeinflussen wie Schwarze Löcher und sich von diesen astrophysikalisch nur schwer unterscheiden lassen. Allenfalls der Nachweis von Hawking-Strahlung wäre ein Unterschied. Sie entsteht bei der quantenphysikalischen „Verdampfung” Schwarzer Löcher – ist aber so schwach, dass sie praktisch nicht gemessen werden kann.





