Es ist wohl unvermeidbar, daß bei einem derartigen Vorgehen einige Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Dies betrifft vor allem die Darstellung sehr komplexer Kunstentwicklungen. Wenn etwa die Kunst in den nördlichen und südlichen Niederlanden zwischen 1500 und 1800 oder die im Italien der Renaissance auf einer Doppelseite vorgestellt werden, so kann der Text nur große Linien umreißen, und die Karten werden zu unübersichtlich. Der große Vorteil, der dieses Manko deutlich aufwiegt, liegt jedoch in der bewußten Abkehr vom Eurozentrismus. Es werden faszinierende Einblicke in Kunst- und Kulturräume eröffnet, die sonst vorwiegend nur über Spezialliteratur erschlossen werden können.
Rezension: Talkenberger, Heike





