Lebeslauf: von Kurt Zander, geboren am 17.7.1911. zu Berlin. entwas von meinen Eltern. Mein Vater kam aus dem Kriege, und hatte leiden von der Gefangenschaft in Russland zurück behalten, der Vater war ganz vernünftig, er ist gestorben. am 2 Weihnachtsfeietage 1921. Meine Mutter ist auch ganz vernüftig gewessen, Sie hatte Kopfleiden von ihrer Pfege zurück behaltem. Meine Mutter starb am 5. Oktorber 1925. Jetz beginnt mein Leben.“
Kurt Zander, der hier in sehr eigenwilliger Rechtschreibung Auskunft über seine ersten Lebensjahre gibt, war einer von 36 männlichen Fürsorgezöglingen, die im Jahr 1928 Lebensläufe und Erfahrungsberichte über ihr bisheriges Leben und über ihre Zeit in einer Fürsorgeanstalt verfasst haben. Der damals 16-Jährige war Zögling der Berliner Landeserziehungsanstalt Struveshof, die – 24,5 Bahnkilometer südlich von Berlin und drei Kilometer Fußmarsch vom Bahnhof Ludwigsfelde entfernt – eine der größten und die wohl bekannteste Einrichtung ihrer Art war. Im 1917 eröffneten Heim wurden Jungen im Alter zwischen zwölf und 21 Jahren untergebracht, die man für „verwahrlost“ hielt oder die straffällig geworden waren.
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 01/2013.
Prof. Dr. Martin Lücke




