Der klassische – und ethisch umstrittene – Weg zu menschlichen Stammzellen führt über Embryonen im Bläschenstadium (Blastozysten), die bei der Retortenzeugung übrig bleiben: Aus deren innerer Zellschicht gewinnt man embryonale Stammzellen (a) und vermehrt sie in Zellkulturen weiter. Man erzeugt dabei sogenannte Stammzell-Linien. In der Mitte (b) ist der neue Weg der Reprogrammierung skizziert: Aus gewöhnlichen Hautzellen von Erwachsenen lassen sich durch Einschleusen bestimmter Gene oder Proteine pluripotente Stammzellen gewinnen, die den embryonalen sehr ähnlich sind und sich in verschiedene Gewebe weiterentwickeln können. Adulte Stammzellen finden sich in bestimmten Nischen des menschlichen Körpers, hier (c) am Beispiel von Muskelstammzellen gezeigt. Sie sind teilungsfreudig, aber nicht mehr pluripotent, sondern auf die Bildung bestimmter Gewebe (hier: Muskelzellen) spezialisiert. Sie im Labor zu kultivieren, ist nicht einfach. Forscher wollen sie deshalb teilweise reprogrammieren.





