Marlene Dietrich wurde 1901 als Tochter eines glücklosen Polizeileutenants in Schöneberg vor den Toren Berlins geboren, Leni Riefenstahl 1902 im Berliner Arbeiterviertel Wedding als Tochter eines Klempners. Beide junge Frauen einte der Wille zum Erfolg. Sie schauspielerten, sangen und tanzten, Bühne und Leinwand wurden ihr Metier. In Aussehen und Auftreten entsprachen die Dietrich wie die Riefenstahl dem Typus der „modernen Frau“, doch ihr Engagement führte sie politisch in entgegengesetzte Lager: Während Leni Riefenstahl berühmte Filme für Hitler drehte, avancierte Marlene Dietrich in Hollywood zum internationalen Star und hielt die GIs im Rahmen der Truppenbetreuung mit Tanz und Gesang bei Laune.
In ihrem schwungvoll geschriebenen Buch begleitet Karin Wieland den kometenhaften Aufstieg beider Frauen vor dem Hintergrund von Nationalsozialismus und Krieg, schildert aber auch ihr Leben nach dem Krieg.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





