von KURT DE SWAAF
Biodiversitäts-Hotspot. Der Begriff ruft unweigerlich Assoziationen wach: Den meisten von uns dürften Bilder von tropischen Regenwäldern oder Korallenriffen in den Sinn kommen, von Wildnis und berstendem Leben. Die Schweiz? Eher nicht. Tatsächlich steht das kleine Alpenland auch nicht auf der Liste der artenreichsten Regionen unserer Erde, und doch werden aus der Eidgenossenschaft seit einigen Jahren immer mehr neue, bisher unbeschriebene Tierspezies gemeldet. Ihre Fundorte liegen meistens unter der Wasseroberfläche, in Flüssen und den mitunter sehr tiefen Seen. Und wer jetzt nur an kleine, unscheinbare Wirbellose denkt, der irrt sich. Fische stellen einen Großteil der Neuzugänge dar. Seit Jahrtausenden lebten sie praktisch inkognito in Schweizer Gewässern; man verwechselte sie mit bereits bekannten Arten und beachtete sie nicht weiter. Bis die Taxonomen zuschlugen.





