Von RAINER KURLEMANN
Pewek ist die nördlichste Stadt Russlands. Der kleine Küstenort auf einer Halbinsel im östlichen Sibirien ragt in das Nordpolarmeer hinein. Die unwirtliche Region mit sehr kalten und langen Wintern ist die Heimat des indigenen Volks der Tschuktschen. Doch nicht sie haben die Stadt Pewek geprägt, sondern die Arbeiter, die vor einigen Jahrzehnten von der sowjetischen Regierung geschickt wurden, um in den umliegenden Minen Gold, Kupfer oder Platinmetalle abzubauen. Mit der Schließung vieler Bergwerke schrumpfte die Einwohnerzahl Peweks auf heute weniger als 6000 Menschen. Doch nun steht die wirtschaftliche Wiedergeburt der Hafenstadt bevor. Bester Beweis dafür ist das Schiff „Akademik Lomonossow“, das seit dem 14. September 2019 im Hafen ankert. Die „Akademik“ ist ein schwimmendes Atomkraftwerk. Es soll die Energie für einen Komplettumbau der Region liefern und dann 100 000 Menschen mit Strom versorgen.





