In seinem Bildband erzählt der Autor und Filmemacher Rudi Palla die große Fahrt der „Saida“ nach. Als Quellen dienten ihm dabei neben den offiziellen Berichten der österreich-ungarischen Marine die bisher unveröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen des Kapitäns der „Saida“, Heinrich Fayenz. Neben dem Schiffsleben und dem Alltag der Seefahrer beschäftigt sich das Buch in zahlreichen Exkursen mit historischen, geographischen und völkerkundlichen Themen rund um die Reisestationen des Seglers. Auch nautische und technische Details werden vom Autor beschrieben. Anstatt aber in romantisierender Verklärung nur die schönen Seiten dieses Abenteuers zu beschreiben, betont Palla durchaus auch die kritischen Aspekte der Präsenz der Europäer in den von der „Saida“ besuchten Regionen, sowie die negativen Auswirkungen des Kolonialismus und der dahinter stehenden rassistischen Theorien.
Rezension: Daniel Tuttenuj




