Zunächst legt Zanker dar, dass unser Bild einer römischen Stadt geprägt ist von den seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. planmäßig von den Römern angelegten Städten mit ihren klaren Strukturen. Das antike Rom selbst entsprach dem keineswegs, denn es war ja eine gewachsene Stadt. Gleichwohl wirkten die Typen öffentlicher Gebäude dort, wie das Forum mit Kapitol, das Theater, der Zirkus oder die Thermen, stilprägend auch für die Provinz. Ausführlich geht Zanker auf die Struktur der coloniae, der römischen Pflanzstädte, ein, erläutert bauliche Entwicklungen, Stadtpläne und Bauformen. Hier erhält der Leser einen konzisen Leitfaden, doch darf er keine Darstellung des Lebens in diesen Mauern erwarten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




