Seit etwa 20 Jahren profitieren Patienten bei Operationen von der minimal-invasiven Technik. Diese Schlüsselloch-OPs sind sicherer, die Operierten erholen sich schneller, und es bleiben keine großen hässlichen Narben zurück. Was gut für die Patienten ist, bedeutet jedoch für die Chirurgen eine regelrechte Tortur. Darauf haben US-Forscher um Adrian E. Park von der University of Maryland in Baltimore hingewiesen. Sie hatten 317 Chirurgen befragt, die minimal-invasive Eingriffe durchführen. Knapp 87 Prozent der Mediziner klagten über Krämpfe, Kopfweh, Rücken- und Augenprobleme sowie Schmerzen in Armen und Beinen. Grund dafür sind laut Park die besonderen Belastungen bei Schlüsselloch-OPs: Hände und Arme des Chirurgen müssen auf engstem Raum manövrieren, oft ist er gezwungen, eine unnatürlich gebückte Haltung einzunehmen, und er muss während der Operation seine Tätigkeit manchmal stundenlang auf einem abseits stehenden Monitor überwachen. Dazu kommt, dass die meisten Operationstische ergonomisch nicht an die Anforderungen dieser Eingriffe angepasst sind.





