Mit den Perserkriegen und ihrer Bedeutung für die Geschichte Europas hat sich der österreichische Althistoriker Josef Fischer befasst. Er schildert quellenkritisch und gut lesbar die Geschehnisse vom ionischen Aufstand über die berühmten Schlachten – Marathon, Thermopylen, Salamis, Plataiai – und beantwortet die Frage nach den Gründen für den Sieg der Hellenen. Anders als in der Forschung oft behauptet, hält er weniger die moralische Überlegenheit der „freien Griechen“ für entscheidend, sondern beschreibt nüchtern die bessere Technik der Griechen im Nahkampf und strategische Fehler der Perser. Erfreulich unaufgeregt ist auch seine differenzierte Analyse der historischen Bedeutung des Griechensieges.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




