Auf der Suche nach neuen Methoden zur Früherkennung von Darmkrebs haben Forscher neue Testmethoden entwickelt, die darauf abzielen, den unsicheren bisher praktizierten chemischen Test auf Blutspuren im Stuhl (Okkulttest) zu ersetzen. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums beurteilt einige der Verfahren als „sehr vielversprechend”.
Mitunter bieten Ärzte diese Tests bereits als zahlungspflichtige Leistung an. Sie sind nicht-invasiv, denn sie basieren auf der Erkennung krebstypischer Marker im Stuhl. Der M2-PK-Test weist das Enzym Pyruvatkinase nach, das besonders stark von sich teilenden Zellen gebildet wird. Der iFOBT (immunochemical fecal occult blood test), auch FIT (Fäkaler Immunchemie-Test) genannt, basiert auf dem Nachweis von Bestandteilen menschlichen Bluts mit Antikörpern.
Die Ergebnisse bisheriger Studien sind nicht sehr aussagekräftig. Entweder waren die Studiengruppen zu klein (mitunter nur 100 Darmkrebspatienten, keine gesunden Kontrollpersonen), die Studiendauer zu kurz oder die Resultate widersprüchlich. Auch gibt es noch keine Untersuchungen, die dokumentieren, ob und wie sich diese Tests auf die Darmkrebssterblichkeit auswirken. Insgesamt scheinen die immunologischen Varianten die besseren Resultate zu liefern, wenn schon Krebs vorliegt. Große Adenome jedoch, aus denen sich Krebs entwickeln kann, zeigen sie nur selten an.





