Schon im Lauf des 13. und 14. Jahrhunderts hatten Heilkundige wie der Katalane Arnald von Villanova (gest. 1311) und der päpstliche Leibarzt Guy de Chauliac (gest. 1368) auf der Grundlage ihrer Erfahrungen mit den Symptomen der Krankheit einen Katalog von Proben zur Feststellung der Lepra entwickelt. Dabei gilt es stets zu berücksichtigen, dass die Zeitgenossen unter der gängigen Bezeichnung „Aussatz“ ein weites Spektrum verschiedener Erkrankungen zusammenfassten, die nicht unbedingt mit der heute unter dem Namen Lepra bekannten Infektionskrankheit identisch sind. Ihr Erreger, das Mycobacterium Leprae, wurde im Jahr 1873 durch den norwegischen Arzt Gerhard Armauer Hansen (gest. 1912) erstmals nachgewiesen. …
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Prof. Dr. Kay Peter Jankrift




