Einst blieb bei der Diagnose Krebs oft nicht viel Hoffnung – doch mittlerweile hat sich das geändert: Viele der Erkrankungen lassen sich schon erfolgreich behandeln, vor allem wenn sie früh entdeckt werden. Leider ist das aber nicht immer der Fall und einige Krebsarten stellen nach wie vor eine große Herausforderung für die moderne Medizin dar. Deshalb wird weiterhin intensiv geforscht: Überall auf der Welt arbeiten Wissenschaftler daran, die Grundlagen der Entstehung von Krebserkrankungen weiter aufzuklären sowie neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Im ersten Artikel des dreiteiligen Titelthemas „Krebs im Fokus“ präsentiert die BDW-Autorin Claudia Eberhard-Metzger zunächst, was Forschende bereits über die Eigenschaften von Tumorzellen herausgefunden haben. In den letzten Jahrzehnten haben sie vor allem immer mehr Einblicke darin gewonnen, welche Mutationen im Erbgut dazu führen, dass sich die Krebszellen unkontrolliert teilen können und damit ihr bösartiges Potenzial entfalten. Die Erkenntnisse über die teils raffiniert wirkenden Fähigkeiten solcher Zellen sind wichtig, um Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Therapien zu finden. Allerdings bleiben noch viele Fragen zum vielschichtigen Geschehen bei der Krebsentstehung offen, schreibt die Autorin im Artikel „Egoistische Einzelgänger“.
Von Immuntherapien und Darmbakterien
Anschließend rückt die BDW-Autorin Susanne Donner die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten von Tumorerkrankungen und die aktuellen Entwicklungstrends in den Fokus. Neben Operation, Bestrahlung und Chemotherapie hat sich die Immuntherapie zu einer weiteren Größe im Kampf gegen Krebs entwickelt. Bei dieser Behandlungsform wird das körpereigene Immunsystem des Patienten gegen das bösartige Gewebe mobilisiert. In einigen Fällen funktioniert dies erstaunlich gut, doch leider bleibt die Wirkung auch oft aus. Donner berichtet über die Hintergründe dieses Versagens und wie Forschende an der Optimierung des Verfahrens arbeiten sowie an Behandlungsmöglichkeiten für besonders hartnäckige Krebsformen. In der Immuntherapie steckt offenbar noch viel Potenzial, geht aus dem Artikel „Körperabwehr gegen Krebs“ hervor.
Abgerundet wird dieser Artikel von einem Interview, das Susanne Donner mit dem Pharmazieprofessor Theo Dingermann von der Goethe-Universität Frankfurt am Main geführt hat. Demnach könnten schon 2026 die ersten Impfungen möglich werden, die Erkrankte gegen ihren persönlichen Krebstyp immunisieren. Der Experte erläutert dabei, warum das Konzept mit dem landläufigen Impfen von Gesunden kaum etwas zu tun hat und warum es keine präventive Anti-Krebs-Spritze für alle geben wird.





