Wer jemandem, der sich kaum für Physik interessiert, erläutert, dass die Bewegung eines Gegenstandes aufhört, wenn keine Kraft mehr auf ihn wirkt, wird beim ersten Erzählen wenig Widerspruch bekommen. Bis der Belehrte seinen eigenen Verstand einsetzt und fragt, wie es dann sein könne, dass ein Stein weiterfliegt, wenn er die Wurfhand verlassen hat. Jetzt wird es schwieriger, wie die Menschheit gemerkt hat, als der Franzose Jean Buridan sich im 14. Jahrhundert daran versuchte, eine bereits im 6. Jahrhundert vorgeschlagene Erklärung zu verfeinern. Dabei wurde angenommen, dass dem zu bewegenden oder wegzuschleudernden Gegenstand eine innere Kraft mit auf den Weg gegeben wurde, die „Impetus“ genannt wurde. Der geworfene Stein konnte diesen Impetus aufzehren, um danach abzustürzen und auf den Boden zu fallen.