Nicht nur Wachen, Schlafen und der Appetit werden von inneren Uhren gesteuert. Auch Verdauungsorgane wie Leber und Bauchspeicheldrüse sowie Muskeln und Fettgewebe verrichten nachts andere Aufgaben als am Tag. Die biochemischen Prozesse, die angekurbelt oder gebremst werden (blaue und rote Pfeile), dienen großenteils der Regulation des Zucker- und Fettstoffwechsels in unserem Körper. So wird die Insulinausschüttung von der Bauchspeicheldrüse während des Wachens reguliert und Blutzucker (Glukose) in der Leber während des Schlafs erzeugt. Aber auch allgemeine Wachstumsprozesse werden im Schlaf gesteuert – etwa durch die Ausschüttung von Wachstumshormonen in den frühen Morgenstunden. Gefährlich sind Schlafmangel und fettes Essen am Abend: Sie bringen die Tagesuhr aus dem Takt und können eine Insulinresistenz begünstigen, wie sie für Diabetiker typisch ist.





