Von Elena Bernard
Am 27. April 1961 startet der Mediziner Jürgen Aschoff einen Selbstversuch, der in die Wissenschaftsgeschichte eingehen sollte. Seine Forschungsfrage: Wie entwickelt sich der Tagesrhythmus des Menschen, wenn jegliche äußeren Taktgeber fehlen? Ohne Uhr, ohne Sonnenlicht und ohne Kontakt zur Außenwelt lebt Aschoff damals neun Tage und Nächte in einem eigens dafür eingerichteten Bunker unter der Universität München. Wann er das Licht an- oder ausschaltet, wann er schläft und aufsteht, entscheidet er nach Gefühl. Während der selbstbestimmten Tage misst er immer wieder seine Körpertemperatur, und seinen Urin sammelt er für spätere Untersuchungen in Bechern.





