Nehmen wir zum Beispiel Andrew Jackson von der University of Edinburgh. Sein Team am dortigen MRC Institute of Genetics and Molecular Medicine hatte in Mäusen ein Gen ausgeschaltet, das für eine Untereinheit des Enzyms Ribonuklease H2 (RNase H2) kodiert. Funktioniert die humane Version dieses Enzyms nicht, entwickeln die betroffenen Kinder eine seltene Autoimmunkrankheit namens Aicardi-Goutières-Syndrom. Die Maus-Mutanten offenbarten jedoch eine große Überraschung: Mit dem Gen-Defekt bauten sie in die DNA-Fäden jeder einzelnen Zelle mehr als eine Million Ribonukleotide statt Desoxyribonukleotide ein. Das Rückgrat jeder DNA-Kette war demnach haufenweise durchsetzt mit dem „falschen“ Zucker Ribose – statt ausschließlich mit der „richtigen“ Desoxyribose synthetisiert zu sein.





