Wer nun aber Karl Marx nicht im Original lesen und trotzdem erfahren möchte, warum zeitweise fast die Hälfte der Menschheit den von ihm propagierten Ideen gefolgt ist, erhält durch diese neue Biografie die Chance, sich in dessen spannende (Gedanken-)Welt hineinzuversetzen.
Vor dem Hintergrund der Vita des widersprüchlichen Schriftstellers, Philosophen, Politikers und Revolutionärs leitet Rolf Hosfeld das hinterlassene Gesamtwerk ab – die entstandenen Irrtümer und Fehleinschätzungen genauso inbegriffen wie seine teilweise bahnbrechenden Ideen. Er betrachtet den kritischen Hegelianer Marx als Kind seiner Zeit, als einen Teil der von ihm so genannten „Generation Revolution“, und ermöglicht damit einen neuen, kritischen Blick auf dessen unruhiges Leben zwischen Trier und London. Hosfeld macht komplizierte Überlegungen mit Hilfe einer essayistisch gegliederten Ordnung zugänglich und verbindet geistreiche Anekdoten mit eigenen Gedanken zu einer anregenden Informationsquelle.
Rezension: Heinz, Simone





