Ich weiß, dass man schnell komponieren könnte, aber schnell und gut geht nicht“. Dieses Motto stammt von einem Musiker, der sich bereits in seinem 40. Lebensjahr befand, als er seine erste Oper schrieb. Obgleich er ein „Spätzünder“ in diesem Metier war, erwies sich sein weiteres Schaffen als so bahnbrechend und erfolgreich, dass er völlig zu Recht als der Urvater der Oper gilt: Claudio Monteverdi (1567–1643). Seine Werke stehen heute erneut auf den Spielplänen zahlreicher Opernhäuser, nachdem sie lange in Vergessenheit geraten waren. Monteverdis berühmteste Oper „L’Orfeo“ erzählt die Sage von Orpheus und Eurydike, eine der tragischsten Liebesgeschichten aller Zeiten.
Das Licht der Welt erblickte Monteverdi zur Zeit der „Renaissance“. Diese Epoche bereitete den Nährboden für die Entstehung revolutionärer naturwissenschaftlicher und künstlerischer Strömungen und hatte ihren zeitlichen Schwerpunkt im 15. und 16. Jahrhundert. Im Zentrum der Bemühungen der Renaissance-Gelehrten stand der Versuch, an die während des Mittelalters weitgehend vergessenen kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike anzuknüpfen. Darauf aufbauend sollte eine neue Blütezeit des europäischen Geisteslebens eingeleitet werden. Während dieser Epoche wurde in Italien eine neuartige und außergewöhnliche Kunstgattung geschaffen: die Oper. Die ersten Gehversuche auf diesem Gebiet ereigneten sich in Florenz. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 12/2014.
Dr. Daniel Carlo Pangerl





