Der Forderung, Vegetarier zu werden, um die Welt-Wasserressourcen zu schützen, muss ich energisch widersprechen. Meiner Ansicht nach darf das Niederschlagswasser auf landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht mit Wasserressourcen gleichgesetzt werden, denn die Nutzung des Pflanzenwuchses – zum Beispiel als Viehfutter – hat nur geringen Einfluss auf die Grundwassermenge oder auf die Verfügbarkeit von Oberflächenwasser.
Es ist abwegig, die Niederschläge von Grasland oder Ackerfutterflächen zu sammeln und anderweitig zu verwenden. Doch seien Sie beruhigt: Sobald Wasser knapp und teuer wird, zeigt der Markt sofort, dass sich die Produktionsrichtungen verschieben. Erwartungsgemäß wird der Geflügel- und Schweinefleischverbrauch sinken, denn deren Futter (und nicht das Rinderfutter Gras) kann großenteils für die menschliche Ernährung verwendet werden.
Niemand hat ein Interesse daran, die europäischen Grünlandregionen – zum Beispiel Allgäu, Mittelgebirge – und deren Rinderwirtschaften abzuschaffen. Der Ackerfutterbau, der uns vielgliedrige, gesunde Fruchtfolgen beschert, kann bei einer Verknappung von Wasser (Verknappung von Flächen mit ausreichendem Niederschlag) sofort zur Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel wechseln. Bis dahin gönne ich mir meinen Burger, sooft ich Lust dazu habe.
Dipl.-Ing. agr.sc. Stefan Renz,
Vorstandsmitglied des Kreisbauernverbandes Heilbronn-Ludwigsburg e.V.
Seit Jahren lese ich neugierig Ihre Zeitschrift und freue mich auf jede weitere Ausgabe. Jedoch muss ich zu Ihrer Extra-Beilage sagen, dass Ihre Ausführungen etwas einseitig die Meinungen vieler Journalisten und Wissenschaftler (Experten?) darstellen und mit den Postulaten und Einschätzungen des IPCC (UNO) ziemlich konkordant sind.
Die in fast allen Medien lancierte monotone Aussage zur Klimaerwärmung ist leider nur eine halbe Wahrheit, wenn es überhaupt eine Wahrheit ist. Eine Medaille hat immer zwei Seiten; also finde ich als Leser, dass Sie beide Seiten profund eruieren sollten: pro und contra Klimaerwärmung!
Magnus G. Malek, per E-Mail
SCHÖPFUNG MANGELHAFT!
Heft 9/2007
Zufall oder Schicksal – nach der Quantentheorie gibt es eine Grenze, hinter die man nicht mit wissenschaftlichen Methoden blicken kann. Einstein lehnte sie deshalb mit der Begründung ab: „ Gott würfelt nicht”. Ohne Zufall wäre jedoch die komplexe Wirklichkeit nicht aus einfachen Naturgesetzen ableitbar, auch gäbe es keine Freiheit. Wer diese Grenze nicht akzeptiert, wird doktrinär und intolerant. Eine Bemerkung zu den Beweisen für die Evolutionstheorie: Wenn alle Lebewesen nach den gleichen Grundprinzipien aufgebaut sind, dann spricht dies auch für ein gutes Design. Ohne damit das Theodizee-Problem (Warum lässt Gott das zu?) lösen zu wollen, denke ich, dass absolute Perfektion und Freiheit einander ausschließen.
Martin Hörrmann, per E-Mail
UMWELTSCHÄDLICHER BIOSPRIT
Heft 9/2007
Ein ähnliches Problem vermute ich bei den so hochgelobten Hybridfahrzeugen, nämlich, dass sie bei einer umfassenden Betrachtung energetisch und ökologisch nicht mehr so gut wegkommen. Wer beim Betrieb des Fahrzeugs nur auf den Kraftstoffverbrauch schaut, wird sicher begeistert sein. Leider fallen aber die zusätzlichen Bauteile des Hybridantriebs nicht vom Himmel, sondern müssen unter Energie- und Rohstoffeinsatz hergestellt werden. Insbesondere die Kupfergewinnung (für den Elektroantrieb) ist ein energetisch sehr aufwendiger Prozess. Wenn man die Herstellung der Fahrzeuge in die Betrachtung mit einbezieht, werden konventionelle Fahrzeuge wohl so viel schlechter nicht dastehen.
Michael Gomolla, per E-Mail
BIETEN AN DER WISSENSBÖRSE
Heft 11/2007
Im Artikel von Herrn Zurawski steht auf Seite 106: „Die meisten Wiki-Programme sind Open-Source-Programme, an denen jeder mitprogrammieren kann und niemand verdient. Die Software kann kostenlos aus dem Web heruntergeladen werden.” Hier sind mehrere Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, vermengt und dann falsch dargestellt. Erstens: Open-Source heißt nur, dass der Quellcode für jedermann einsehbar ist. Er ist damit auch von jedermann änderbar, aber ein Zwang, diese Änderungen als lauffähiges ausführbares Programm „hochzuladen”, ist damit überhaupt nicht verbunden – erst recht nicht eine Verpflichtung, das von außen auf dem eigenen Rechner geschehen zu lassen. Zweitens: Es ist in keinerlei Hinsicht eine Eigenschaft von Open-Source, dass niemand daran verdient. Das kann zufällig der Fall sein – es gibt derartige Beispiele, etwa IBM mit ihrem Linux-Projekt.
Rolf Sievers, per E-Mail
LESERMEINUNGEN ZUR NEUEN GESTALTUNG
Heft 10/2007
Ich bin nun seit etlichen Jahren Leser und Abonnent von bild der wissenschaft. Zu Ihrem Magazin kann ich nur eines sagen: Extraklasse! Den neuen Auftritt finde ich sehr gelungen. In der Tat ist alles noch übersichtlicher. Vor allem die weißen Freiräume machen das Lesen sehr angenehm. Ich bin ein großer Fan!
Peter Prader, per E-Mail
Die neue Gestaltung gefällt mir sehr gut. Sie kommt dem Leser in Ihrer Übersichtlichkeit sehr entgegen. Aber inhaltlich habe ich an dieser Ausgabe etwas zu bemängeln: Die Titelgeschichte „ Die verrücktesten Sterne” scheint mir mit 15 Seiten zu umfangreich und in manchen Teilen zu speziell für einen Laien. Da ist der Gaul wohl mit den von ihrem Thema begeisterten Redakteuren durchgegangen. Weiter alles Gute für Ihre Zeitschrift, die ich bestimmt schon 35 Jahre beziehe.
Reiner Mahl, per E-Mail
Ich bin Leser von Beginn an und habe damit mehrfache Gestaltungswechsel mitbekommen. Zur jetzigen Form möchte ich mich im Ganzen positiv äußern. Zwei Dinge sind mir besonders aufgefallen. Erstens: Ich konnte mich nie an die seltsame seitliche Seitenzahlangabe gewöhnen und bin deshalb mit dieser Änderung sehr einverstanden. Zweitens: Die Verwendung von Zwischentiteln. So kann man schnell den Inhalt eines Beitrags strukturieren.
Helmut Lukas, per E-Mail
Die neue Aufmachung von bild der wissenschaft finde ich als langjähriger Leser gut. Das Einzige, was mich stört, ist das Anbringen der Seitenzahlen in der unteren Ecke. Ich habe die alten Seitenzahlen in der Mitte der Blätter und die farbliche Abstimmung als wesentlich besser und hilfreicher angesehen. Ansonsten eine gute Hand bei eventuellen weiteren positiven Änderungen!
Gerhard Kawan, per E-Mail
TÜRKINNEN SIND SCHLECHT INFORMIERT
medinfo Heft 12/2007
Die Feststellung in der Überschrift (Grafik auf Seite 29, Anm.d.Red.) trägt allenfalls zu einer Diskriminierung von Türkinnen bei und bestätigt gängige Vorurteile, klärt jedoch nicht über die Problematik der Hormonersatz-Therapie auf. Das eigentliche Problem der weitverbreiteten unverantwortlichen Gefährdung von Frauen jenseits der Wechseljahre durch einige Ärzte würde mich viel mehr interessieren.
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ich seit etwa 15 Jahren im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchungen immer wieder erlebte, wie mir Frauenärztinnen und Frauenärzte Hormonpflaster oder Hormonpillen aufschwatzen wollten, obwohl ich über keine Beschwerden geklagt hatte. Die Argumentation reichte von „Vorbeugung gegen Alzheimer und Osteoporose” bis zur Behauptung, da man jetzt die Möglichkeiten habe, den gesunkenen Hormonspiegel auszugleichen, müsste man das auch nutzen – Erwähnung von Risiken? Keine Spur.
Wenn Sie schon die schlechte Informationslage bei den Türkinnen anprangern, warum dann nicht auch die mancher Ärzte? Denn es erhält keine Frau eine Hormonersatz-Therapie, wenn sie nicht von einem Arzt verordnet wird (verschreibungspflichtig). Welche Rolle in diesem Zusammenhang die pharmazeutische Industrie mit ihrer Informations- und Lobbypolitik spielt, wäre auch nicht uninteressant zu erfahren.
Karin Schulz, per E-Mail





