von TIM SCHRÖDER
Manchmal braucht es etwas länger, bis ein wissenschaftliches Thema durchstartet. Bei der Fluoreszenz war das der Fall. Dass Meerestiere fluoreszieren, entdeckten Wissenschaftler schon ziemlich früh. Bei einer Exkursion an die Felsküste der südenglischen Grafschaft Devon fielen dem Naturkundler Charles E. S. Phillips 1927 kleine Seeanemonen in einem Gezeitentümpel auf, die auffallend grün leuchteten. Phillips nahm einige von ihnen mit nach Hause und betrachtete sie unter einem Lichtfilter, der nur UV-Licht passieren ließ: Das grüne Leuchten verstärkte sich zu einem strahlenden Fluoreszieren. Die Entdeckung war damals so außergewöhnlich, dass Phillips dazu einen kleinen Fachartikel im angesehenen Fachjournal Nature veröffentlichen konnte.





