In diesem Jahr sorgte nicht die Sahelzone für Schlagzeilen über Dürre und Hungersnot, sondern der Osten Afrikas: In Somalia, Dschibuti, Äthiopien und Kenia trafen Trockenheit und Nahrungsmangel Millionen Menschen. Klimaforscher machen für die dürftigen Niederschläge in den letzten Monaten vor allem ein besonders starkes La Niña-Phänomen verantwortlich, das alle paar Jahre für hohe Wassertemperaturen im westlichen Pazifik sorgt. Als Folge änderten sich die atmosphärischen Strömungsmuster über dem Indischen Ozean und es gelangte weniger Feuchtigkeit nach Ostafrika. Dadurch fiel der im Herbst und Frühling übliche Regen am Horn vor Afrika sehr spärlich aus. Eine Erwärmung des Indischen Ozeans als Folge des Klimawandels könnte diesen Effekt noch verstärken. Am Hunger der Menschen ist aber nicht nur das Klima schuld, sondern auch eine schlechte Planung der Lebensmittelversorgung durch die Regierungen der betroffenen Länder sowie der Bürgerkrieg in Somalia.





