FRIEDERISIKO. Friedrich der Große Neues Palais und Park Sanssouci, Potsdam 28. April – 28. Oktober 2012
Das Neue Palais in Potsdam stellt die ideale Bühne für die Ausstellung über Friedrich den Großen zu seinem 300. Geburtstag 2012 dar. Eine Bühne, die der König selbst bereitet hat und die sein Selbstbild am authentischen Handlungsort in sinnlicher Weise vor Augen führt. So entstand bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) die Idee von „Friederisiko“, der großen Jubiläumsausstellung.
Dazu wird das Palais in seit 200 Jahren nie wieder erreichtem Umfang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gleichzeitig zum Hauptexponat der Präsentation. Statt eines einzigen geschlossenen Rundgangs werden zwölf in sich geschlossene Teilausstellungen die unterschiedlichsten Aspekte von Friedrichs Persönlichkeit beleuchten, in über 70 historischen Sälen und Räumen. Ihre Verteilung folgt den historischen Funktionen der Schlossbereiche, durch die Friedrich selbst das Grundgerüst der Ausstellung vorgegeben hat. So kann sich der Besucher frei durch das Palais bewegen und auf seiner Entdeckungstour nie gesehene Räume betreten, berühmte Kunstwerke neu einordnen und viele wenig bekannte Aspekte der Persönlichkeit Friedrichs des Großen kennenlernen. Führer durch diesen Kosmos ist der König selbst, der in eigenen Zitaten oder Aussagen von Zeitgenossen in jedem Raum zu Wort kommt. So wird man 2012 – wie Goethe nach seinem Besuch in Potsdam 1778 – sagen können: „Dem alten Fritz bin ich recht nah geworden, da hab ich sein Wesen gesehen, sein Gold, Silber, Marmor, Affen, Papageien und zerrissene Vorhänge.“
Zur Ausstellung erscheint ein zweibändiger Katalog im Hirmer Verlag (München).
http://www.friederisiko.de; www.spsg.de
Friedrich der Große – verehrt, verklärt, verdammt … Deutsches Historisches Museum Berlin 22. März – 29. Juli 2012 König Friedrich II. von Preußen gehört zu den markanten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Schon seine Zeitgenossen nannten ihn „den Großen“, und die Nachwelt hat sich mit ihm so intensiv und kontrovers beschäftigt wie mit keinem anderen Herrscher. Dabei wurde der Monarch in den mehr als zwei Jahrhunderten seit seinem Tod auf verschiedenste Weise gesehen: Er galt als der erste Diener des Staates und Philosoph auf dem Thron, wurde zum volksnahen König verklärt und als Nationalidol verehrt, aber auch verdammt als Kriegstreiber und Menschenverächter. Bis heute ist die ambivalente Figur Friedrichs des Großen im kollektiven Gedächtnis gegenwärtig.
Zum 300. Geburtstag des Preußenkönigs steht sein Nachleben in Kunst, Literatur und Film, in Politik und Gesellschaft erstmals im Mittelpunkt einer großen Ausstellung. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern thematisieren 13 Räume die überaus wechselvolle Rezeptionsgeschichte. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Darstellungen Friedrichs II. veranschaulichen mehr als 600 Exponate aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums sowie Leihgaben aus Museen des In- und Auslands. Von A wie Anekdote bis Z wie Zinnfigur bietet die Ausstellung unterhaltsame und spannende Einblicke in die preußisch-deutsche Erinnerungskultur.




