Eine Forschergruppe von der Universität Illinois hat eine neuartige Tinte entwickelt, die aus einem Gel statt einer Flüssigkeit besteht. Die Tinte ist so dickflüssig, dass sie mittels eines Tintenstrahldruckers zur Herstellung dreidimensionaler Schicht für Schicht gewobener Strukturen benutzt werden kann. Darüber berichten die Forscher auf der jährlichen Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Rheologie.
Das in der Arbeitsgruppe von Jennifer Lewis hergestellte Gel kann zudem mit nur wenigen Millionstel Millimeter großen Teilchen aus Metall, Halbeitern oder Keramik versehen werden. Diese so genannten Nanoteilchen verleihen dem Gel interessante physikalische Eigenschaften, die unter anderem die Herstellung integrierter optoelektronischer Schaltkreisen ermöglichen könnten.
Die auf diese Weise hergestellten Strukturen bestehen aus übereinandergestapelten Schichten von nur wenige Tausendstel Millimeter breiten Linien und ähneln in ihrem Aufbau photonischen Kristallen. Sie werden Schicht für Schicht mittels des Druckers auf eine Unterlage “geschrieben”. Die Viskosität des Gels bestimmt dabei die thermischen sowie die elektrischen Eigenschaften der so aufgebauten Mikrostruktur.
Die in dem Gel gelösten Nanoteilchen können zudem die Festigkeit erhöhen sowie die optischen und elektrischen Eigenschaften entscheidend bestimmen. Die Forscher glauben, auf diese Weise genügend Parameter zur Anpassung ihrer Strukturen für verschiedene Aufgaben in der Hand zu haben.
Stefan Maier





