Als erster westlicher Fotograf erhielt Reza die Erlaubnis, einen Teil dieser Meisterwerke der Wandmalerei abzulichten. Präsentiert werden die Aufnahmen, ergänzt um erläuternde Texte der französischen Experten Jacques Giès und Laure Feugère, in dem bestechend schönen Band „Der verborgene Buddha“. Die einzelnen Kapitel befassen sich zunächst kurz mit der Geschichte des ehemals in dieser Region befindlichen antiken Königreichs Kutscha – das eine Station an der Seidenstraße war –, mit der Ausbreitung des Buddhismus dort, mit der architektonischen Struktur der Höhlengrotten sowie dem Stil und der Technik der in leuchtendem Grün und Blau gehaltenen Malereien. Sie verraten iranische, afghanische, türkische und indische Einflüsse.
Der Hauptteil des Bandes stellt dann ausführlich die religionsgeschichtliche Deutung der Bildnisse Buddhas vor und entschlüsselt die ungewöhnlichen Darstellungen von anderen Gottheiten, Menschen und Tieren.
Rezension: Talkenberger, Heike




