Die Männer, die über die riesigen Armeen des Nordens und des Südens geboten, hätten nicht unterschiedlicher sein können – und waren damit geradezu Sinnbilder beider Gesellschaftssysteme: des auf Sklaverei basierenden, von einer sich aristokratisch gebenden Elite dominierten Südens und des expansiven industrialisierten Nordens, in dem auch ein Mann einfacher Herkunft wie Grant ganz nach oben kommen konnte – letztlich sogar bis ins Weiße Haus.
„A Stillness at Appomattox“ (etwa: Ruhe in Appomattox): Der amerikanische Historiker Bruce Catton hatte 1954 eine glückliche Hand bei der Wahl des Titels seines Buches über den letzten Feldzug des großen Bruderkampfes in den USA – das Werk erhielt denn auch den Pulitzer-Preis. Es wurde still in dem kleinen Ort mit dem merkwürdigen Namen Appomattox Court House, nachdem am Vormittag jenes 9. April 1865 wieder einmal die Waffen gesprochen hatten. Stille – das war etwas Unerhörtes in einem Land, das seit fast vier Jahren von einem Bruderkampf zerrissen worden war, den manche Historiker (neben dem KrimKrieg, 1853 –1856) als den ersten „modernen“ Krieg bezeichnen. …
Den vollständigen Text lesen Sie in DAMALS 4/2015.
Dr. Ronald D. Gerste




