von ROMAN GOERGEN
Die süditalienischen Landschaften sehen aus wie nach einem Feuer, doch es hat nicht gebrannt. In weiten Teilen Apuliens stehen abgestorbene Olivenbäume wie Skelette in der Sonne. Wo früher silbrig-grüne Kronen Schatten warfen, ist heute eine monotone Fläche aus kahlen Ästen geblieben. Für viele Menschen in Italien ist das mehr als ein wirtschaftlicher Verlust – es ist ein kulturelles Trauma für eine Nation, die ein solch inniges Verhältnis zu Oliven hat.





