Auch auf der Erde fanden Forscher die Spuren der Katastrophe: Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Birger Schmitz, ebenfalls von der Universität Heidelberg, entdeckte in den 1990er Jahren fossile Meteoriten in einem schwedischen Steinbruch, eingebettet in Kalkstein aus dem Ordovizium. Jetzt belegen die Wissenschaftler, dass diese fossilen Meteoriten vor 467 Millionen Jahren abgelagert wurden.
Die Forscher schließen daraus, dass die vom Himmel gefallenen Steine Bruchstücke der kosmischen Kollision sind. Noch einige Millionen Jahre nach dem Zusammenstoß prasselten etwa hundertmal so viele Meteoriten wie gewöhnlich auf die Erde. Die meisten davon waren nur wenige Zentimeter groß, doch auch größere Einschläge sind überliefert. Der Eintrag von kosmischem Staub in die Erdatmosphäre dürfte mehrere Millionen Jahre lang erhöht gewesen sein.
Wie sich der steinerne Dauerregen auf das Klima der Erde auswirkte, ist nicht bekannt. Das Leben war damals noch sehr einfach und spielte sich größtenteils im Meer ab. Birger Schmitz vermutet, dass eine Explosion der Artenvielfalt im mittleren bis späten Ordovizium auf das kosmische Bombardement zurückzuführen sein könnte.




