von RALF BUTSCHER
Es ist ein recht unscheinbares, ungefähr fingernagelgroßes Plättchen, das die Technologien der Erzeugung und Speicherung von Energie auf neue Beine stellen könnte: eine Zelle aus ultradünnen Kohlenstoffnitrid-Schichten – einer chemischen Verbindung von Kohlenstoff und Stickstoff. Die Probe, die Andreas Gouder auf einem Labortisch am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperforschung (MPI-FKF) präsentiert, schimmert in einem fahlen gelben Ton. Den Wissenschaftler in der Abteilung für Nanochemie interessiert vor allem die Frage: Was geschieht mit dem Material, wenn es durch Sonnenlicht angeregt wird – verhält es sich wie eine typische Solarzelle oder ein Lichtabsorber, der nur die Elektronen „tanzen“ lässt, oder setzt es auch die darin enthaltenen Ionen in Bewegung, wie eine Batterie?





