Im März 1968 war das Wort „Vietnam“ in den USA allgegenwärtig: in den Nachrichten, in den um ihre Söhne bangenden Familien und an den Colleges und Universitäten, wo der Protest gegen das Engagement der USA auf dem fernen Kriegsschauplatz zu einem Flächenbrand wurde.
Wenige Wochen zuvor, am 31. Januar, hatten die kommunistischen Streitkräfte, die Vietcong und die sie unterstützenden Nordvietnamesen, die „Tet-Offensive“ gestartet und den Zweckoptimismus der amerikanischen Militärführung, wonach der Krieg so gut wie gewonnen sei („Licht am Ende des Tunnels“), Lügen gestraft. Zwar wurde die Offensive letztlich wegen des massiven Einsatzes der US-Streitkräfte ein militärisches Debakel für Vietnams Kommunisten, doch psychologisch errangen sie einen Sieg: Dank der Berichterstattung amerikanischer Journalisten, deren Arbeit im Gegensatz zu späteren Kriegen wie im Irak von der eigenen Militärführung kaum eingeschränkt wurde, war der Konflikt in Amerikas Wohnzimmern präsent, und bei immer mehr Amerikanern machten sich profunde Zweifel am Sinn dieses Krieges breit. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 11/2014.
Ronald D. Gerste




