von Kurt de Swaaf
Ein Windhauch trägt Pinienduft herbei, das Meer kabbelt leise gegen die Felsen – nur ein paar hungrige Stechmücken stören die nächtliche Idylle in der versteckten Bucht an der Nordwestküste Mallorcas. Über den Bergkämmen der Serra de Tramuntan stehen die Sterne, sogar die Milchstraße ist zu erkennen. Als wir uns eine Stunde später auf den Rückweg nach oben machen, wird im Osten langsam ein gelber Schein sichtbar. Ein Waldbrand? Nein, das ist immer so. Die Lichter der Inselhauptstadt Palma strahlen mit Wucht in den Himmel. Und es sind nicht die Einzigen. Satellitenaufnahmen zeigen, dass Mallorca jede Nacht funkelt wie ein überladener Weihnachtsbaum. Und so etwas ist in Europa eher die Regel als Ausnahme.





