In der Fachzeitschrift Geophysical Reseach Letters (Bd. 301, S. L07305) bestätigten Simon Holgate und Philip Woodworth vom Proudman Oceanographic Laboratory in Großbritannien den Effekt jetzt erstmals. Die beiden Forscher werteten die Topex-Daten zur Meereshöhe aus. Topex schickt Mikrowellen zur Erde, die von der Meeresoberfläche reflektiert werden. Aus der Laufzeit der Mikrowellen lässt sich dann die Meereshöhe bestimmen. Die Forscher ermittelten, dass der Meeresspiegel im globalen Durchschnitt um 2,8 Millimeter pro Jahr anstieg. In einem Umkreis von hundert Kilometern um die Küsten erhöhte sich der Wasserspiegel allerdings um 3,8 Millimeter pro Jahr.
Ob das schlechte Nachrichten für die Bewohner von flachen Küstengebieten sind, lässt sich bislang noch nicht sagen. Falls die Wellen von einem ungewöhnlichen Ereignis, zum Beispiel einem besonders warmem Jahr, erzeugt wurden, dann sollten sie in der nächsten Zeit wieder verschwinden. Falls aber die globale Erwärmung daran schuld ist, könnten Überschwemmungen noch schlimmer ausfallen als von Wissenschaftlern bislang vermutet.




