Mehr zum Thema: Johannes Kunisch, Friedrich der Große. Verlag C. H. Beck, München 2011, 127 Seiten, € 8,95. Ewald Frie, Friedrich II., Reinbek bei Hamburg 2012. Wolfgang Burgdorf, Friedrich der Große. Ein biografisches Porträt. Herder Verlag, Freiburg / Basel / Wien 2011, 224 Seiten, € 12,95. Tom Goeller, Der alte Fritz. Mensch, Monarch, Mythos. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2011, 352 Seiten, € 21,99.
Uwe A. Oster, Sein Leben war das traurigste der Welt. Friedrich II. und der Kampf mit seinem Vater. Piper Verlag, München / Zürich 2011, 283 Seiten, € 19,99. Friedrich litt als Kind und Jugendlicher stark unter seinem jähzornigen, militärbegeisterten Vater Friedrich Wilhelm I. Die äußerst schwierige Vater-Sohn-Beziehung steht ganz im Mittelpunkt des Buchs von Uwe A. Oster. Detailliert und quellennah wird vor dem Leser das königliche Drama entfaltet, von der Erziehung des Kronprinzen über die gescheiterte Flucht und Friedrichs „Lehrzeit“ auf der Festung Küstrin bis zu seiner Hochzeit mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern und dem glücklichen Leben auf Schloss Rheinsberg. Am Ende, so der Autor, habe Friedrich aber Frieden mit seinem Vater gemacht und dessen Verdienste um Preußen anerkennen können, ja, er sei seinem Vater in Manchem immer ähnlicher geworden.
Weitere Literatur: Karin Feuerstein-Praßer, „Ich bleibe zurück wie eine Gefangene“. Elisabeth Christine und Friedrich der Große, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2011, 190 Seiten, € 12,90. Wolfgang Wippermann, Preußen. Kleine Geschichte eines großen Mythos. Herder Verlag, Freiburg / Basel / Wien 2011, 200 Seiten, € 16,95. Eberhard Straub, Eine kleine Geschichte Preußens, Verlag Klett-Cotta. Stuttgart 2011, 192 Seiten, € 16,95.
Jürgen Ziechmann, Fridericianische Encyclopédie, Hauschild Verlag, Bremen 2011, 752 Seiten, 88,- € Die Fridericianische Encyclopédie fasst in über 900 Stichworten die wichtigen Ereignisse, Personen und Sachverhalte, die sich mit dem Namen Friedrich der Große verbinden, zusammen. Neben den für einen Begriff nötigen Informationen liefert das Lexikon darüber hinaus Wissenswertes über die Lebensumstände im Fridericianischen Preußen, die zum Verständnis der Zeit unerlässlich sind. Das Personenregister liefert mit den Lebensdaten aller erwähnten Personen die Grundlage einer epochebezogenen Recherche; ausführliche Literaturangaben vervollständigen die Einträge.
Josef Johannes Schmid, Friedrich der Große. Das Personenlexikon, Darmstadt/Mainz 2012.
Jens Bisky, Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit – ein Lesebuch. Rowohlt Verlag, Berlin 2011, 397 Seiten, €19,95. Jens Bisky setzt ein bei dem widersprüchlichen Urteil, das der Preußenkönig noch heute hervorruft, und bietet dem Leser ein höchst facettenreiches Bild Friedrichs, und zwar durch eine lesenswerte Quellensammlung. Hier kommen die Zeitgenossen, aber auch Friedrich selbst ausführlich zu Wort. Höchst reizvoll ist es, in die Zeit einzutauchen und zu erfahren, wie sich Friedrichs Persönlichkeit im Lauf der Jahre wandelte. So lobt Elisabeth Christine 1736 hymnisch ihren jungen Gatten als galant, gar als „Phoenix unserer Zeit“, während ihr Kammerherr von Lehndorff 1756 kritisch bemerkt, der König sei „in unglaublicher Weise über die armen Hofdamen hergefallen“ und habe behauptet, nur die „Scheusale blieben am Hof “, während die hübschen sich verheirateten. Die Textsammlung ergänzt Bisky mit Einleitungen und Kommentaren und akzentuiert darin klug wesentliche Handlungsmotive Friedrichs.




