Petzold greift diesen Deutungsansatz auf und untersucht, welche Rolle der junge Film in diesem Herrschaftskonzept spielte. Alles begann 1895 mit dem Kinematographen der Brüder Lumière. Bis 1914 wurden nicht weniger als 320 Filmaufnahmen von Wilhelm II. angefertigt. So war der Kaiser der „erste Filmstar“. Nachweislich erreichten diese Bilder Millionen von Zuschauern. Schritt für Schritt analysiert Petzold die Filmanlässe sowie die Filmsprache und zeigt, wie stark der tatsächliche Anlass und dessen mediale Präsentation voneinander abweichen konnten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




